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Die Katze

Willkommen bei deinem Verbindungstier – der Katze. Diese Seite bietet einen kleinen Einstieg in das Thema. Es sind verschiedene Aspekte des Wolfes zusammengetragen. Die Sammlung will dich dazu einladen, dich mit dem Tier zu beschäftigen. Die Seite liefert ein paar Impulse, die du als Ausgangspunkt für deine Reise nutzen kannst, mit deinem Verbindungstier in Kontakt zu kommen.

Katzen können als ambivalente Tiere betrachtet werden. So gibt es gefährliche Wildkatzen und zahme Haustiger. In der Mythologie hat die Katze meistens etwas geheimnisvolles. Sie gilt als eigenwillig und unvorhersehbar.

Wappen von Nürnberg-Katzwang(1)
Gemeinde Inčukalns, Lettland
Gde. Chalaines, Frankreich
Gde. Katernberg bei Essen

Etymologie

*katta, germ., F.: nhd. Katze; ne. cat; RB.: afries., ahd.; I.: Lw.? lat. catta; E.: vielleicht von lat. catta, F., Katze; weitere Herkunft unklar; W.: afries. katte 7, st. F. (ō), Katze; nnordfries. kaat, F., Katze; W.: ahd. kazza 37, sw. F. (n), Katze; mhd. katze, sw. F., Katze, Geldkatze, Belagerungsmaschine; nhd. Katze, F., Katze, DW 11, 280; L.: Kluge s. u. Katze (2)

Katze f. Der Name des domestizierten, seit der Spätantike als Mäusevertilger gehaltenen kleinen Raubtiers (dann auch zoologischer Sammelbegriff für alle Angehörigen dieser Raubtierfamilie) findet sich (allerdings mit wechselnder Stammbildung) im Westgerm. und Nordgerm., ahd. kazza f., kazzo m. (9. Jh.), mhd. katze f., afries. mnd. katte f., mnl. catte f., nl. kat f., aengl. catte f., catt m., mengl. engl. (von nordafrz. anglonorm. cat beeinflußt) cat, anord. kǫttr m., ketta f., schwed. katt m., katta f.; für das Got. fehlen Belege. Die nicht zum gemeinsamen ie. Bestand gehörende Bezeichnung läßt sich in den meisten europ. und einigen außereurop. Sprachen nachweisen, doch sind Herkunft und Entlehnungswege ungeklärt. (3)

In der Sprache

Fabelnamen: Murner, Hinze, Murr (Eigenschaften in der Fabel: eigensinnig und stur).

Synonyme: Kater, Mieze, Samtpfötchen, Büsi (Schweiz), Dachhase, Stubentiger

Sprichwörter

  • Die Katze im Sack kaufen (etwas kaufen/ übernehmen, ohne es vorher zu prüfen)
  • Wie Hund und und Katze (Anfeindung zweier Parteien)
  • Neugier ist der Katze Tod (aus dem Englischen)
  • Die Katze aus dem Sack lassen (eine zuvor verschwiegene Information teilen)
  • Abgehen wie Schmidts Katze (soll auf das Verhalten der Katze eines Schmieds verweisen, wenn er den Schmiedehammer schwingt)
  • Die Katze lässt das mausen nicht (Beibehalten schlechter Gewohnheiten)
  • Der Katze Spiel ist der Mäuse Tod (Mit einem Tyrannen sollte man keinen Humor zu teilen versuchen)
  • die Katze beißt sich in den Schwanz (paradoxer Widerspruch)
  • wie eine Katze um den heißen Brei herumschleichen (das Thema nicht konkret benennen, ausweichen)
  • Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.

Mythologie

Bastet ist in der alt-ägyptischen Mythologie eine Göttin in Gestalt einer Katze. Sie ist die Tochter des Sonnengottes Re. Sie gilt als Göttin der Fruchtbarkeit und Beschützerin der Schwangeren sowie als Göttin des Tanzes

Statue der Göttin Bastet (4)
Katzenfiguren des Gotokuji-Tempels. (5)

Im Mittelalter um 1200 hatte die Katze in Europa einen schlechten Ruf. So wurde sie zur Inkarnation des Bösen personifiziert und später dann auch mit Hexen in Verbindung gebracht. In einigen mittelalterlichen Textquellen ist zu lesen, dass es Brauch gewesen sein soll zum Johannistag (Litha) eine Katze ins Feuer zu werfen.(6)

In Japan gibt es den Go-To-Ku-Ji, einen buddhistischen Tempel, der auch „Katzentempel“ genannt wird. Der Legende nach soll eine Katze einen zu Gast weilenden Fürsten aus dem Tempel gelockt haben, kurz bevor der Blitz einschlug, was dem Fürsten das Leben gerettet haben soll.

In der nordischen Mythologie der Snorri-Edda werden zwei Katzen erwähnt, die den Wagen der Liebesgöttin Freya ziehen. (7)

Media

Geschichte der domestizierten Katze
Fußnoten
  1. Quelle alle Wappen: Wikipedia
  2. Köbler, Gerhard, Germanisches Wörterbuch, (5. Auflage) 2014
  3. „katze“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache
  4. Quelle: Wiki Commons
  5. Quelle: Wikimedia Commons
  6. vgl.: Hengerer, Mark: Die verbrannten Katzen der Johannisnacht. Ein frühneuzeitlicher Brauch in Metz und Paris zwischen Feuer und Lärm, Konfessionskrieg und kreativer Chronistik. Göttingen. 2010-2011
  7. vgl. Edda von Simrock: https://de.wikisource.org/wiki/Die_Edda_(Simrock_1876)/Snorra-Edda/Gylfaginn%C3%AEng