Aspekte KW47

Hier veröffentliche ich die Posts meines Telegram-Kanals…. zu konservatorischen Zwecken.


Paganismus, [17.11.20 09:49]
Hallo Leute,

in der positiven Psychologie erhält das „Wohlbefinden“ besondere Aufmerksamkeit. Mit dem „sozialen Wohlbefinden“ definiert KEYES einen, aus meiner Sicht wichtigen Baustein. Vielleicht möchtet ihr Euch mir anschließen und das Modell einen Tag lang im Zusammenhang mit dem eigenen Alltagserleben betrachten?

Nach dem Modell von KEYES(1) besteht soziales Wohlbefinden aus fünf Komponenten, die ich hier kurz umreißen möchte:

  1. Soziale Integration (bezieht sich auf das Gefühl, Teil der Gesellschaft und eines Sozialraumes zu sein)
  2. Soziale Akzeptanz (Glaube an und Vertrauen in die eigenen sozialen Beziehungen)
  3. Soziale Beteiligung (Überzeugung, dass man einen Beitrag zur Gesellschaft leisten kann und: aktives Einbringen in die Gesellschaft)
  4. Soziale Verwirklichung (beschreibt den Glauben an das Potenzial der Menschheit zur positiven Entwicklungn sowie ein grundlegend positives Menschenbild)
  5. Soziale Kohärenz (meint das Gefühl, die sozialen Gefüge um einen herum verstehen und gut damit umgehen zu können)

Herzliche Grüße, Leuhton


Paganismus, [18.11.20 17:31]
Hallo Leute,

Beim Deutschlandfunk gibt es aktuell einen Podcast, der anhand Frank Herberts Buch „Dune“ die Beschränkung des Menschen durch dessen Zeitverständnis diskutiert. (2)

Vor vielen Jahren habe ich einige Bücher des „Dune“-Zyklus gelesen. Wie auch andere gute Science-Fiction- und Fantasy-Romane haben mich einige darin aufgeworfene Fragestellungen auf meinem Weg zum Paganismus inspiriert.

Deutschlandfunk: Essay und Diskurs: Über das menschliche Zeitverständnis

Herzliche Grüße, Leuhton.


Paganismus, [19.11.20 09:55]
Hallo Leute,

ein für mich wichtiges Leuchtfeuer in meinem Paganismus ist ein einfaches Prinzip: „Heb de an dr oigene Nas“ („Fasse dir an die eigene Nase“).

Es scheint in der Persönlichkeitsstruktur unserer Gesellschaft zu liegen, dass wir dazu neigen, schnell mal den Zeigefinger auf andere Personen zu richten und ihnen deren Verhalten vorzuwerfen oder Verhaltensveränderungen (vielleicht sogar Wesensveränderungen) von ihnen zu verlangen.

Ich tappe selbst auch manchmal in diese Falle. Mit etwas Abstand betrachtet komme ich jedoch immer wieder zu dem Ergebnis, dass ein solcher Fingerzeig meistens etwas mit einer persönlichen Kränkung oder dem Gefühl der Grenzüberschreitung zu tun hat. Und wenn ich diesen Punkt, also das eigentliche Thema herausfinde, dann liegt es meist bei mir selbst.

Das ist eigentlich sehr schön: Denn dann ist es viel leichter, die ursächlichen Spannungszustände aufzulösen…. im Vergleich dazu, dass man jemand anderen verändern wollen würde. 😉

Ich habe so eine Idee, dass es da eine Typologie geben könnte: Die Fingerzeiger, die eher auf fremde Menschen und Gruppen abzielen, und jene, die eher auf den sozialen Nahraum abzielen. Und natürlich die Finger, die überhaupt keine internale Kontrollüberzeugung besitzen und alle anderen für ihre Unzufriedenheit verantwortlich machen. Könnte das sein?

Herzliche Grüße, Leuhton


Paganismus, [19.11.20 09:56]
P.S. Kurze Erinnerung an die heute Abend startende Onlinevorlesung: Magie und Hexerei in antiken Kulturen“.(3)


Paganismus, [20.11.20 11:46]
Hallo Leute,

was passiert eigentlich, wenn die Menschheit das erste Mal tatsächlich Beweise für außerirdisches Leben findet? Zuletzt wurden ja auf Mars und neurlich auch auf der Venus Hinweise dafür vermutet.

Einen Schritt weiter geht der Aufsatz „Exosoziologie und Szenarien für den Erstkontakt mit außerirdischer Inelligenz“, der letztes Jahr bei der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen ist.

Der Aufsatz von ANTON/SCHETSCHE beschreibt verschiedene Szenarien, wie dieser erste Kontakt aussehen könnte und leitet daraus eine Empfehlung ab, sich umfänglich mit der Thematik zu beschäftigen. Und die Autoren rufen dazu auf Sozial- und Kulturwissenschaften in die Vorbereitungen auf ein solches Szenario einzubinden.(4)

Besonders informativ finde ich die Erläuterung der drei verschiedenen Szenarientypen (Signal, Artefakt, Begegnung) und deren Differenzierung nach möglicher Auswirkung auf verschiedene Systeme der Menschheit (Politik, Wirtschaft, Kultur etc.).

Herzliche Grüße, Leuhton


Paganismus, [22.11.20 09:59]
Hallo Leute,

seit über einem Jahr habe ich den Feed des „Humanistischen Pressedienstes“ (http://www.hpd.de) abonniert. Jetzt habe ich die Lust verloren. Ich verstehe den Humanismus als Chancen-orientierte Überzeugung und den Glauben daran, dass der Mensch und die menschliche Gesellschaft entwicklungsfähig ist und dass er über alle Mittel verfügt, die er dafür braucht.

Deswegen hat der Name HPD mir suggeriert, dass es um Berichterstattung zu diesen Themen geht. Tatsächlich geht es aber in den meisten Artikeln um Säkularisierungsbemühungen und das Infragestellen oder gar Herabsetzen von Christentum und anderen Glaubensrichtungen.

Als Sozialarbeiter habe ich gelernt, dass man, wenn man sich für nachhaltige Veränderungen engagieren will, Menschen immer dort abholen muss, wo sie stehen. Und das setzt auch Perspektivenübernahme voraus und die Bereitschaft, sich vom Standpunkt des Gegenübers berühren zu lassen.

Leider sind viele Artikel beim HPD sehr tendenziös. Geht es um Religiosität und Spiritualität wirken sie fast ausnahmslos abwertend verfasst. Auch die dazu verfassten Kommentaren schlagen in dieselbe Kerbe. Es scheint sich hier um einen Fall von Filterblase zu handeln. Schade.

Herzliche Grüße, Leuhton


Paganismus, [22.11.20 10:38]

Fußnoten
  1. vgl.: Keyes, Corey Lee M. „Social Well-Being“. In: Social Psychology Quarterly 61, Nr. 2 (Juni 1998): 121.
  2. https://www.deutschlandfunk.de/denken-ueber-tausend-generationen-ueber-das-menschliche.1184.de.html?dram:article_id=486695
  3. https://www.uni-marburg.de/de/mcaw/aktuelles/nachrichten/ringvorlesung-magie-und-hexerei-in-antiken-kulturen-wintersemester-20-21
  4. https://www.bpb.de/apuz/293692/exosoziologie-szenarien-fuer-den-erstkontakt-mit-ausserirdischer-intelligenz?p=0

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